2.04.2006 - Zeit ist relativ...
Ich kann wohl nicht leugnen, dass mich Thomas Mann (Der Zauberg), oder anders gesagt unser Deutschkurs zu diesem Gedanken angeregt hat. Das Wissen, das in der Schule in unsere ohnehin schon von Informationen überquellenden Köpfe gefüllt wird, beeinflusst meine Gedanken wohl doch mehr als ich es angenommen hatte. Ein zunächst fast schon erschreckender Gedanke, merkt man doch wie beeinflussbar man ist und wie leicht man sich in eine Richtung lenken lässt. Andererseits ist es doch ein gutes Gefühl, dass das neue Wissen nicht sofort wieder verdampft, und dass es sich so scheinbar doch lohnt um 6:30 Uhr morgens aufzustehen um sich in die Schule zu schleppen und dort einige, teils qualvolle Stunden zu verbringen, in denen man sich ständig zwingen muss die Augen offen zu halten. In solchen Momenten zeigt die Zeit jedoch ihre unerklärliche Eigenschaft, dass sie sich ins Endlose dehnen kann und dahinschleicht wie eine Schnecke, in anderen Momenten aber wie im Flug vorbeirauscht. Aus dieser Tatsache resultierend, ist die Ungeduld wohl des Menschen schlimmstes Laster. Denn wer kennt das Gefühl nicht, sich tagelang (schlimmer noch: wochenlang) auf etwas zu freuen und sich ständig zu fragen, wann die Zeit denn endlich vergeht? (Und doch tut sie es in jenem Augenblick ja schon.) Und dann, wenn der Augenblick gekommen ist, wird das Rad der Zeit so schnell gedreht, dass der Moment schon fast wieder vorüber scheint. Nun ja, genug von der Zeit. Vielleicht habe ja auch ich es gerade geschafft, euch einen kleinen Schubs in eine neue Richtung zu geben, durch das Labyrinth unserer Gedanken. Jetzt müsst ihr jedoch alleine weiter philosophieren, denn ich muss schon wieder gehen. Der Grund dafür? Ich habe keine Zeit...
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29.03.2006 - Die Qualen haben ein Ende... oder doch nicht?
Was schreibt man denn nun in seinen Weblog? Na klar, alles was einem so durch den Kopf geht, Gefühle, Gedanken... und davon schwirren ja jede Menge in meinem Kopf herum. Sie im richtigen Moment rauszulassen ist wieder eine ganz andere Sache. Die besten Gedanken kommen mir wenn ich im Bus sitze, ganz allein auf einem Zweiersitz. Dann sehe ich aus dem Fenster und schalte erstmal ab. Da kommt der kreative Fluss ganz von selbst, blöd nur dass ich in meinem Kopf kein Diktiergerät habe. Nun ja, natürlich könnte ich mir eines besorgen und in Agentenmanier meine Reden in Richtung Jackentasche flüstern, aber ich glaube mit den Blicken der anderen Fahrgäste im Nacken lässt es sich nur halb so gut philosophieren. Leider sitze ich jetzt nicht im Bus, und auch sonst will sich das Flow-Erlebnis, von dem ja schon manche berichtet haben, nicht so recht einstellen. Vielleicht liegt es auch daran, dass es bereits 20 Minuten vor Mitternacht ist und ich morgen eine Sportklausur schreibe, für die ich noch kein bisschen gelernt habe. Ist mir das zu verübeln? Ein schriftlicher Test über Badminton ist nun wirklich kein genialer Einfall gewesen, ich frage mich ernsthaft wer sich diesen Schwachsinn ausgedacht hat. Aber ich will ja jetzt nicht in die Verbesserungsmöglichkeiten unseres Schulsystems abschweifen, da soll sich mal lieber jemand anderes drum kümmern. Obwohl... schwarz auf weiß geschrieben, kommt mir dieser Satz doch ziemlich ignorant vor. Wer kümmert sich eigentlich um sowas? Ich denke, dieser Frage sollte ich ein andermal nachgehen. Schließlich warten die Regeln des Badminton auf mich. Ich hoffe ihr verbringt eure Zeit gerade sinnvoller! Liebe Grüße und wertvolle Gedanken... Allegra
PS: Mit diesem Eintrag weihe ich meinen Blog feierlich ein....
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